Flugsportring Kraichgau e.V. SinsHEIM

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Ein Event für die ganze Familie am 2.Septemberwochenende
Segelfliegen, von den Anfängen bis zum modernen Hochleistungssegler, blubbernde Sternmotoren, atemberaubende Kunstflugvorführungen mit Segel- und Motorflugzeugen, etliche Oldtimer, Doppeldecker, eine Modellflugshow bei Nacht und vieles mehr können Besucher wieder am zweiten Septemberwochenende (7.und 8. September) im Sinsheimer Wiesental erleben. Der Flugsportring Kraichgau e.V. lädt zum Jährlichen Flugtag ein, bei welchem Besucher auch kulinarisch auf Ihre Kosten kommen dürften.
Jedes Jahr zieht dieses Wochenende - auch aus den umliegenden Ortschaften und Städten - tausende Besucher nach Sinsheim. Angesichts der Fülle an verschiedensten Fluggeräten aus unterschiedlichsten Epochen verwundert dies vermutlich nicht. Der Flugtag in Sinsheim kann nicht nur auf eine lange Tradition zurückblicken, sondern stellt in dieser Hinsicht sicherlich auch ein Alleinstellungsmerkmal in der Region dar. Dieses Jahr wird es erstmalig eine Yak-54 zu sehen geben, wie auch den Ly-542-K „Stösser“. Letzterer stellt ein Einzelstück des Konstrukteurs Paul Lüty da, welche bei Ahrens Flugzeugbau hergestellt wurde. Dieses Segelflugzeug wurde für die Schulung und den Segelkunstflug entwickelt, komplett aus Holz gebaut und erst kürzlich von einigen Piloten aus Malsch und Sinsheim in die Region geholt.
Neben diesen beiden Flugzeugtypen sind selbstverständlich auch zahlreiche Doppeldecker von Boing Stearman bis Pitts S1S, die Yak-Formation, Fallschirmsprung oder weitere Oldtimer am Himmel und Boden zu sehen.
Der Flugsportring Kraichgau e.V. freut sich auf Ihr Kommen und ein tolles Wochenende mit interessantem Programm.
Text: FSR
Bild: Uwe Grün

20190825 uwe gruen

- Robin Kemter erfliegt sich Vize-Landesmeistertitel -
Bei den kürzlich beendeten Niedersächsischen Blockmeisterschaften im Segelkunstflug konnte sich Robin Kemter vom Flugsportring Kraichgau den 2. Platz in der Gesamtwertung, sowie der Länderwertung erfliegen. Der Titel des Vize-Landesmeisters in der UNLIMITED Klasse – sozusagen der Formel 1 des Segelkunstflugs – geht somit nach Sinsheim.
Bei anschließenden Freestyle-Cup, bei welchem die Kunstflugfiguren mit Rauch zur Musik geflogen werden. konnte Kemter ebenfalls mit seinem Programm punkten und landete mit Platz 3 nochmals auf dem Podium.
Im Segelkunstflug gilt es, ähnlich z.B. wie im Eiskunstlauf, die Figuren und Programme möglichst präzise vor den Schiedsrichtern in einer vorgeschriebenen „Box“ zu fliegen. Dieser imaginäre Würfel mit 1000m Kantenlänge wird durch große Tücher am Boden sichtbar für die Piloten markiert und von den Schiedsrichtern überwacht. In der UNLIMITED Klasse gilt es für die Piloten alle nur erdenklichen Figuren zu meistern, bei den ständig sich ändernden Fluglagen nicht die Orientierung zu verlieren und den auftretenden G-Kräften dabei zu trotzen. Damit ein Segelflugzeug überhaupt für diese Kunststücke zugelassen werden kann, muss es übrigens mindestens +7g und -5g aushalten, natürlich mit zusätzlichen Sicherheitsfaktoren. Damit spielen diese Flugzeuge sozusagen in der Liga der Tornado-Jets.
Die Freestyle-Kür von Robin Kemter wird übrigens auch am Flugtag des Flugsportring-Kraichgau e.V. während des 7. und 8. Septembers im Sinsheimer Wiesental zu sehen sein. Zusätzlich erwartet der Flugsportring Kraichgau e.V. noch etliche weitere Highlights zu diesem Event.

Mehr Informationen zum geplanten Programm könnten Interessierte hier finden:
https://www.flugtag-sinsheim.de/flugtag-sinsheim/flugtagheft

Text: FSR Kraichgau e.V.
Bild: FSR Kraichgau e.V.

2019 07 16 Landesmeisterschaften Segelkunstflug

Knapp 30 km südöstlich und direkt in der Einflugschneise des Flughafens Stuttgart liegt der Flugplatz Grabenstetten. Hier durften wir unser diesjähriges Pfingstlager verbringen.

Von der mäßigen Wettervorhersage gänzlich unbeeindruckt hat sich vom 08.06 bis 15.06 ein illustres Grüppchen von 20 Urlaubern, 3 Einsitzern, 2 Doppelsitzern und ebenso vielen Hängern aufgemacht in Richtung Schwäbische Alb. Und siehe da: So schlecht war das Wetter gar nicht, Grabenstetten begrüßte uns mit blauem Himmel und angenehmen Temperaturen. Ideal, um den Flugplatz auszukundschaften, sich um die besten Camping- bzw Wohnwagenstellplätze zu streiten und sich mit unseren Gastgebern bekanntzumachen. Wer früh genug angereist war, dem hatte besonders dieser erste Tag auch fliegerisch so einiges zu bieten (über 400 km in 6 h).
Nach einem ausgiebigen Frühstück begann der nächste Tag mit einem Briefing, um sich in den hiesigen Flugplatz und mögliche Besonderheiten während des Flugbetriebs einweisen zu lassen. (Platzrunde, Lepo, Rückholer, essentiell wichtige Fragen der Bewirtung etc.). Die räumliche Nähe zum Stuttgarter Flughafen sollte auch hier wieder eine wichtige Rolle spielen: Damit man beispielsweise nicht versehentlich dem einen oder anderen Airliner in die Quere kommt, waren in unmittelbarer Flugplatzumgebung Flüge über 5500 Fuß nur bei Aktivierung des Segelflugsektors Alb Nord möglich und die entsprechende Frequenz des Flughafen Stuttgart immer mitzuhören.

Doch auch die beste Vorbereitung nützt einem nichts, wenn das Wetter nicht mitspielt. Statt der erhofften dreieinhalb Metern konstantes Steigen hatten wir eher dreieinhalb Tage konstantes Regnen. Macht aber nichts, Flieger haben ja schließlich immer einen Plan B und irgendetwas war hoffentlich für jede und jeden dabei. Die nahe gelegene Therme in Beuren, die noch näher gelegene Besenwirtschaft, das Shopping Outlet in Metzingen und sogar das Daimler- Museum in Stuttgart, sie alle hatten das Vergnügen zumindest mit einer Abordnung des FSR.

An dieser Stelle auch ein großes und herzliches Dankeschön an die örtliche Jugendgruppe. Parallel zu unserem Fluglager organisierten die Grabenstettener nämlich ein Schnupperfliegen. Für uns als Gäste hieß das jeden Tag aufs Neue spektakulärer Modellflug in der Abenddämmerung, beste Verpflegung (ggf. mit Grill) und gemütliches Beisammensitzen bis spät in die Nacht- bzw. wohl eher Morgenstunden. Langweilig wurde es also uns wirklich nicht.
Mein persönliches Highlight abseits der Fliegerei - ja, gegen Ende der Woche wurde das Wetter sehr viel besser - war dann aber doch die Werksbesichtigung plus Führung bei Schempp-Hirth in Kirchheim unter Teck. Ausgehend von dem begehrten Rohstoff Kohlefaser über das Zusammenpressen der Tragflächen bis hin zum fertig zusammengebauten Flieger staunten die Großen und Kleinen gleichermaßen über die Vielzahl und vor allem Präzision der einzelnen Arbeitsschritte bis so ein Flugzeug ... nun ja ... so richtig fliegen kann. Danke für diese Einblicke, auch wenn wir den nigelnagelneuen Discus 2c mit FES am Ende doch wieder los lassen mussten.
Alles in allem ein fliegerisch nicht ganz perfektes, aber gemeinschaftlich sehr gelungenes Fluglager. Bis zum nächsten Mal!

Text: Martin Köhl

 

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